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Konferenz zur Zukunft der Frauen (20.08.2022)

Kurzbericht der Konferenz „Zur Zukunft Afghanischer Frauen in Wien ” 

Auf Initiative des afghanischen Kulturvereins AKIS und in Zusammenarbeit mit der Arbeiterkammer Wien und dem Vienna Institute for International Dialoge and Cooperation (VIDC) und Unterstützung von MA 57 fand am 20. August 2022 die Konferenz mit dem Titel „Zur Zukunft Afghanischer Frauen” in Wien statt. Die über 100 Teilnehmer*innen kamen vorwiegend aus der afghanischen Community in Österreich.

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Das Programm begann um 14 Uhr und endete um 23 Uhr.

Die Konferenz war in vier Teile gegliedert, in denen wichtige und grundlegende Fragen erörtert wurden.

  • Teil 1: Eröffnung
  • Teil 2: Die aktuelle Situation in Österreich und Afghanistan, die Auswirkung auf afghanische Frauen und die Solidarität
  • Teil 3: Afghanistan – Flucht, Bildung und Empowerment
  • Teil 4: Lösungsvorschläge

Der Zweck dieser Konferenz war es, alle afghanischen Mädchen und Frauen zu unterstützen und die Solidarität mit ihnen auszudrücken, Meinungen über die Probleme und Einschränkungen von Frauen zu diskutieren und uns auszutauschen sowie nach geeigneten Lösungen zu suchen, um die aktuelle Krise zu überwinden und die Grundrechte von Frauen in Afghanistan herzustellen. Es ging um die Freiheit, darum afghanischen Frauen in der gegenwärtigen schlimmen Situation eine Stimme in der Welt zu geben und eine Resolution an die zuständigen Organisationen zu senden. Ein weiteres Ziel war es auch die Frauen hier in Österreich über Ihre Rechte aufzuklären und ihnen ihre Möglichkeiten aufzuzeigen.

Wir sagen ein großes “NEIN” zur Zwangsverschleierung durch das Tragen von Burkas und Masken. Wir protestieren gegen die Schließung von Schulen ab der siebten Schulstufe für Mädchen in Afghanistan.

Auf der Konferenz sagte Herr Ghousuddin Mir, Präsident des Afghanischen Kulturvereins AKIS in Österreich, während seiner Begrüßungsrede: „Die Arbeit für unser BANU-Magazin ist überregional und beliebt. Dieses Magazin ist die Stimme aller afghanischen Frauen, die in abgelegenen Provinzen in Afghanistan verfolgt und missbraucht werden.“

„Afghanische Frauen können durch Bildung ihr Leben verändern und eine Rolle in der Gesellschaft spielen“, betonte Fazull Mahmood Rahemee Pajwak, Botschaftsart der Islamischen Republik Afghanistan in Österreich, und verwies auf die Probleme afghanischer Frauen im Laufe der Geschichte, besonders seitdem die Taliban die Macht in Afghanistan übernommen haben. Frauen haben keine Rechte auf Bildung und Jobs und werden von der Öffentlichkeit ausgegrenzt.

Auch Dr. Shafiqa Razmandeh, Leiterin der International Conference of Afghan Women, sprach über die Probleme, die Armutskrise, den Kinderhandel, den Zusammenbruch der afghanischen Wirtschaft und die Migration unserer Landsleute. „Was bei den Tagungen wichtig ist, ist unsere gegenseitige Akzeptanz, Einheit, Solidarität und Solidarität.“

Sagte Frau Najla Zamani, stellvertretende Direktorin des Bakhtar Institute, Herausgeberin und Vorstandsmitglied der Zeitschrift BANU, betonte im Namen des Bakhtar Institut: „Wenn wir einander nicht akzeptieren, wenn wir keine Einigkeit haben, werden wir in Konferenzen niemals die richtigen und positiven Ergebnisse erzielen können.“

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Nach dem Eröffnungsteil startete der zweite Teil des Programms mit zwei Panels, geleitet von den Moderatorinnen Fariba Charkhi und Nahid Ahmadzad.

Im ersten Panel diskutierten Salehe Wasel Waheb, Najla Zamani, Shafiqa Razmandeh, Fatemeh Enshaie, Zarghoneh Vali, Mahnaz Shirdel, Momini und Hanifeh Vahed Mokhtar über die aktuelle Situation in Afghanistan, die Auswirkung auf afghanische Frauen im Land und Möglichkeiten der Solidarität durch die Diaspora.

Im zweiten Panel wurde über Flucht, Bildung und Empowerment diskutiert. Tamana Ayoubi, Vorstandsmitglied von AKIS, Mina Miakhil von der Women’s Solidarity Foundation, Homa Bazafkan vom ÖIF und Aadilah Amin von IGASUS sprachen über Frauenrechte und Bildung sowie darüber, wie afghanische Frauen in Österreich und in Afghanistan unterstützt und empowert werden können.

Darüber hinaus diskutierten in Österreich lebende zivil- und sozial engagierte Frauen mit den Gästen aus anderen europäischen Ländern, u.a. tauschten sie ihre persönlichen Erfahrungen mit Migrations- und Schulproblemen aus. Am Ende bedankte sich Michael Fanizadeh vom VIDC bei allen Beteiligten und beendete die Konferenz.

Zum Schluss versprach Herr Mir eine private Mädchenschule für 40 Mädchen in Kabul zu errichten. Ein weiterer Vorschlag war es den in Wien lebenden afghanischen Frauen Kurse und Workshops anzubieten, damit diese sich in das System hier integrieren können und um sie über ihre Rechte und Möglichkeiten aufzuklären.

Am Ende der Konferenz wurde eine Resolution mit neun Paragrafen verabschiedet, welche an verschiedene Behörden gesendet wird. Die Konferenz begann und endete mit traditioneller afghanischer Musik.

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