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Secretary-General Ban Ki-moon speaks during the press conference of the Durban Review Conference.
Secretary-General Ban Ki-moon speaks during the press conference of the Durban Review Conference.

The letters to UN Secretary-General

Sehr geehrter Herr UN-Generalsekretär Ban Ki-moon,

Seit mehr als 40 Jahren führen die Fundamentalisten und Terroristen, die hauptsächlich aus einigen Regionen Pakistans kommen, einen Krieg gegen das afghanische Volk und die internationale Gemeinschaft. In diesem Krieg sterben jeden Tag unschuldige afghanische Zivilisten, darunter auch Kinder und Frauen. In den letzten 13 Jahren haben mehr als 3400 Soldaten der NATO Nationen ihr Leben lassen müssen, und während dieser Zeit konnte auch die NATO die Fundamentalisten nicht besiegen, so dass dieser Krieg weiterhin Leben fordert.

Dieser Krieg ist der Hauptgrund für die Flucht von Afghaninnen und Afghanen ins Ausland – unter anderem auch nach Europa und Österreich. In so einer Situation, die Flüchtlinge aus Österreich und der Europäischen Union nach Afghanistan abzuschieben, ist menschlich nicht vertretbar.

Der Fundamentalismus und der Terrorismus sind nicht nur eine Bedrohung für das neu aufgebaute System in Afghanistan, sondern eine reale Gefahr für die gesamte Weltsicherheit. Die Folgen dieses langen Krieges haben nunmehr in Form des Terrorismus auch die Hauptstädte Europas erreicht.

Pakistan ist seit seiner Gründung auf ideologischer Basis im Jahre 1946 eine sichere Keimzelle für den internationalen Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus.

Die in Pakistan ausgebildeten Terroristen handeln unter dem Namen des Islams, was aber mit dem wahren Islam nichts zu tun hat.

Gleichgültig wer in Pakistan regiert, ob Zivilperson, Militär, ob Frau oder Mann, sie alle vertreten immer die Interessen der Fundamentalisten.

Es muss stets klar sein, dass solange der Geheimdienst ISI und die pakistanische Armee die Oberhand in der Politik Pakistans behalten, in Afghanistan immer Krieg und Unruhe herrschen werden.

Daher ist es äußerst wichtig, dass der Druck auf Pakistans Regierung erhöht wird.

Pakistan muss eine internationale Garantie vor dem UNO Sicherheitsrat abgeben und sich verpflichten, sich nicht länger in die afghanische Politik einzumischen. Ansonsten besteht weiterhin die Gefahr, dass wir mit neuen Konflikten und Einsätzen von Terroristen nicht nur in Afghanistan, der Region, sondern auch in anderen Teilen der Welt rechnen müssen, und somit auch der Strom an Flüchtlingen weiterhin zunimmt.

Aus diesen genannten Gründen wenden wir uns an Sie, Herr UN-Generalsekretär, und an den Hochkommissar des UNHCR mit der Bitte, den afghanischen Flüchtlingen in Österreich zusammen mit der österreichischen Regierung eine Bleibeperspektive zu ermöglichen, da bei einer Abschiebung zurück nach Afghanistan in der heutigen Situation eine Bedrohung für Leib und Leben besteht und leider auch die Gefahr groß ist, sich den Terroristen anzuschließen.

Wir, der Verein für Afghanische Kultur, Integration und Solidarität in Österreich (AKIS) , der Verein Solidarität Azadagan jawan, das Frauenmagazin BANU und die JIRGA (Rat der Afghanen in Wien) bitten den Herrn Generalsekretär, die Europäische Gemeinschaft und insbesondere die Bundesrepublik Österreich eine neue Politik für die Stabilität in Afghanistan zu beschließen und neue Schritte für den Frieden, den Aufbau der Demokratie und den Schutz der Menschenrechte zu unternehmen.

Wir bedanken uns für das Engagement durch die Europäische Union und die Republik Österreich in Afghanistan und hoffen auf weiterhin gute Zusammenarbeit.

Hochachtungsvoll

Ghousuddin Mir

Die Vertreterinnen und Vertreter

des Kulturvereins AKIS, der JIRGA in Wien, des Vereins Solidarität mit den afghanischen Flüchtlingen in Europa und der Zeitschrift BANU

 

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